Cap de la Hague - die NW Ecke der Normandie


"Cap de la Hague is possibly the most stream-lashed headland in the world" schreibt Tom Cunliffe im bereits gestern zitierten Shell CHANNEL PILOT. Da wieder nur ganz wenig Wind blies, ging man davon aus, dass es wohl so werden würde wie die gestern beschriebene Passage der Raz de Bonfleur.
Wir hoffen, dass wir im engen Kreis um das Kap kommen.

Angefangen hat es ähnlich wie gestern, mit Kräuseln auf dem Wasser.

Am Leuchtturm La Ronde am Cap de la Hague: Kein Wind, trotzdem kochendes Wasser.
Wie muss es hier bei starkem Wind zugehen?
11.2 Knoten Geschwindigkeit! Der Ebbstrom reißt uns mit!
Aus eigener Kraft fahren wir gerade einmal die Hälfte
Ruhiger wird es erst, als wir immer mehr Sicherheitsabstand zu den weißen Schaumkronen halten. Gegenüber der geplanten Route sind wir sieben Seemeilen mehr gefahren, weil wir bei der Rundung des Kaps einen größeren Abstand gehalten haben.
Aber auch das wäre bei schlechtem Wetter unter Umständen schwierig, weil uns der Weg nach dem Kap dann durch das Race of Alderny geführt hat, auch so eine Hochgeschwindigkeits-Strömung. Endlich, drei Stunden später, sind wir wieder in ruhigem Fahrwasser und der Autopilot übernimmt für eine Zeit die Steuerung.

Schon das vierte Kernkraftwerk, das wir an der normannischen Küste sehen! ...

... Viel lieblicher sieht das Cap de Carteret aus, hinter dem sich unser heutiges Ziel befindet.
Aber wo ist die Einfahrt? Ganz falsch können wir nicht sein,
zwei Fischer schieben sich in Schleichfahrt dem Strand entgegen.
Es ist noch kein Wasser da, weil wir viel zu früh angekommen sind! Dank Ebbstrom hatten wir mit einem Schnitt von sechs Knoten gerechnet, das wären so sechs bis sieben Stunden geworden, tatsächlich haben wir weniger als fünfeinhalb Stunden benötigt:
Wir lassen uns eine Weile treiben, nach etwa einer Stunde  nähern wir uns dem Strand und drehen ein paar Kreise. Immerhin, inzwischen  ist das Wasser so weit gestiegen, dass eine Einfahrt erkennbar wird. Zwei weitere Fischer sind inzwischen eingefahren und wir folgen langsam und vorsichtig.
Die Fischer machen bereits im Fluss fest und entladen ihren Fang.
Langsam fahren wir an ihnen vorbei

Endlich erreichen wir die Hafeneinfahrt und
bekommen einen wunderbaren Liegeplatz zugewiesen
Später, beim Ausflug mit dem Fahrrad entdecken wir,
wer ursprünglich für die Hafenanlage verantwortlich ist
Typisch normannisch, massiver grauer Stein ... 

... Hin und wieder auch zierlich und anmutig, hier mit apéro musical
Heute gibt es Kurzgebratenes aus der Sommerküche

Die Marina bei Hochwasser ...

... und bei Niedrigwasser. In der mit grün und rot markierten Einfahrt
befindet sich ein Drempel, der zweieinhalb Stunden nach Hochwasser geschlossen wird
und das Restwasser im Hafen hält. So können die Schiffe schwimmen. ...

... Nicht so die Boote im Vorhafen, sie liegen im Schlick.

Keine Kommentare: