Die Gezeiteneider

Schleuse Nordfeld, wir liegen dahinter in dem netten kleinen Hafen des örtlichen Clubs. Es gibt weit und breit kein Restaurant, kein Café, nichts. Nur Ruhe.
Vor der Schleuse ändert sich die Eider völlig: Bis zur  Schleuse reicht der Einfluss der Gezeiten, also müssen wir zum ersten Mal für unsere Fahrt Ebbe und Flut berücksichtigen:
Man muss in Tönning möglichst mit der Flut ankommen: Da die Einfahrt sehr flach ist, braucht man das Hochwasser, um gut in den Hafen zu kommen. Die Flut kommt aber an unserem Übernachtungs-Hafen Nordfeld erst eine Stunde später an.
Also muss man bald nach Beginn der Flut losfahren und hat damit auf nahezu der gesamten Strecke das einströmende Wasser gegen sich.

Das macht sich auch gleich an der Geschwindigkeit bemerkbar, gerade einmal 3.6 kn erreichen wir anfangs, gegen Ende der Etappe, beim Eintreffen in Tönning haben wir, da die Flut ihren Höhepunkt erreicht hat, wieder unsere übliche Reisegeschwindigkeit von 5 kn.

(Umrechnung Knoten in Kilometer/Stunde: 1 kn = 1.852 km/h, überschlagsweise also einfach die Knoten mit zwei multiplizieren, und wenn man es ein bisschen genauer will, noch 10% abziehen; das Gleiche gilt für die Entfernung von Seemeilen in Kilometer)

Aber nicht nur das macht das Befahren ziemlich, sagen wir 'interessant', es gibt drei Brücken, die geöffnet werden müssen: Die Straßenbrücke und die Eisenbahnbrücke von Friedrichstadt und die Straßenbrücke von Tönning. Unten einige Bilder.

Nun haben wir erst einmal Pause, wir treffen uns mit Freunden und bleiben einige Tage hier.

Am 18.6. soll es weiter gehen "if weather permits"...

Die Schleuse Nordfeld

Straßenbrücke Friedrichstadt

Eisenbahnbrücke Friedrichstadt mit dem IC Hamburg - Sylt ...

... wird, nachdem vier Züge durchgefahren waren, für uns geöffnet

Schließlich noch die Straßenbrücke Tönning

Und dann so eine Ankunft! Der Hafenmeister hat uns
einen Platz reserviert. 

Festmachen am Schwimmsteg ...

... direkt vor dem Packhaus



80 Meilen; die bisherige Kanal- und Flussfahrt



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