Rund Fünen Anfang Juni

Am Samstag den 30.5. ging es los über Maasholm in die Dyvig. Hier wurde entschieden, wir gehen rund Fünen. Also ging es den Kleinen Belt hoch und oben rüber nach Bogense, wo ein Stehtag folgte.
Am Mittwoch hatte es immer noch eine ordentliche Brise und es ging den ganzen Tag recht hoch am Wind den großen Belt hinunter, unter der Brücke durch und bis nach Lohals. Schließlich kamen wir über Marstal am 5.6. wieder zurück in die Kieler Bucht.



Obwohl es teils recht frisch war...
... und Wind im Überfluss hatte (hier im Hafen von Bogense)...
... gab es auch sonnig - warme Tage
Das imposanteste auf den 280 sm war sicherlich die Große Belt Brücke. Man sieht sie Stunden über Stunden, sie scheint nicht näher kommen zu wollen, wie eine Fata Morgana. Dann ist sie durchfahren aber wenn man zurück schaut, ist sie immer noch da.

Uwe fuhr mit 9 kn Törnspitze - ganz schön gut für einen Segelneuling.


Alle Reffs im Großsegel wurden getestet.

Das neue dritte Reff (siehe Bild) zog uns den Kleinen Belt hinauf, es kommt beim Cruisen ab ~25 kn zum Einsatz.

Das Sturmreff zog uns testweise den Großen Belt hinunter.

Alles passt und steht wie es soll.


Try-Segel-Reff

Was machen wegen dem Sturm Segel?

Ein separates Try-Segel kaufen? Und ggf. Groß wegstauen und Try-Segel setzen? Zweite Keep anbringen, damit das Groß nicht weggestaut werden muss?

Die nun gewählte Lösung stammt von Skip Novak, der die Lösung vor Kap Horn demonstriert hat:
Video - Link

Er zeigt, dass das Setzen eines Try-Segels mehr als zwanzig Minuten erfordert, für kleine Crew erheblich mehr, und diese Zeit auch nur, wenn das Groß nicht weggepackt werden muss, weil eine zweite Keep f.d. Try-Segel vorhanden ist.

Skip Novak empfiehlt schlicht, ein viertes Reff in der Größe eines Try-Segels in das Großsegel zu nähen. Wegen des hohen Aufwands beim Setzen des Try-Segels

Vorläufig wird das Reff klassisch angeschlagen, es besteht jedoch die Möglichkeit, zwei Scheiben für einen weiteren Unterliekstrecker in den Baum einzubauen.




Ansegeln - Ein Sonntagsausflug nach Ærøskøbing

Zu Himmelfahrt kam Sohnemann Armin zum Ansegeln.
Bei teils heftigem Wind aus W war schnell klar, nach N und nach S geht es gut. Also beschlossen wir, einen Sonntagsausflug in die dänische Südsee zu machen.



Recht ruhige Überfahrt nach Maasholm, eine Wende etwas nördlich von Schleimünde, mit Motor bei einem kn Gegenstrom in die Schlei.

Einen schönen Plätz in der hintersten Reihe gefunden.




Leider ging am Freitag vor der Flensburger Förde der Wind aus, sodass wir mit Motorunterstützung Fynshav ansteuerten.

Fynshav: Sehr nett  - und sehr leer
Die 18 sm nach Ærøskøbing am Samstag gingen problemlos.Wir haben uns zunächst gewundert, auch hier eine gewisse Leere, und das obwohl ja ein langes Wochenende war...

Pano-Bild folgt bei besserer WLAN Verbindung

Aber offensichtlich hatten nicht nur wir den Wetterbericht studiert...
Sonntag wurde abgewettert. Teils hatten wir dollsten Sonnenschein (allerdings bitterkalt), dann wieder Hagel und Schlagböen (30 kn im Hafen gemessen), grade dass es gelang, einen Spaziergang zu machen.

An der Landzunge bei Ærøskøbing
Am Montag dann die Rückfahrt. Der Hammer. Zunächst teils mit Genua-Unterstützung bis Marstal, dann unter Segeln bis vor Langeland zur Wende, und ab hier -- der Wind hat sich genau an die Vorhersage gehalten -- zunächst auf Schleimünde, dann auf Damp, und schließlich per Anlieger und dann sogar mit halbem Wind zurück in die Kieler Förde - 47 sm in kaum acht Stunden.

Hier das neue Tenue


von vorn und von hinten ...

Die Saison 2015 kann kommen

Ha, endlich wieder im Wasser! Es war ein langer Winter.

Die Anreise hat schon Appetit gemacht

Einwassern ging problemlos

Die erste Fahrt der Saison: alleine zum Hafen...
Alles hat geklappt - wir sind wieder im Wasser!

Ausgewassert

Am 15. 10. ausgewassert. Mast ziehen, Auskranen und Transport ins Winterlager funktionierten problemlos.
Damit fand die Saison 2014 ihren endgültigen Abschluss.


Deck abkärchern

Auskranen

Unterwasserschiff abkärchern

Überbreiter Schwertransport
Schwenkkiel; Weiß markiert der Drehpunkt, rot der sichtbare Teil des Schwerts

Besuch in Svendborg bei der Silverrudder

Armin fährt die Silverrudder, Anne und ich fahren über Marstal nach Svendborg. So hat er vor und nach dem Rennen eine gemütliche Koje und wir können bei dem Aufriggen, Verproviatieren usw. bei der Vorbereitung helfen.


Diese Regatta ist schon ein ordentliches Spektakel,
200 Anmeldungen, plus Warteliste, letzendlich über 180 am Start, sehr beeindruckend.Gestartet wurde, beginnend um acht Uhr morgens im Halb-Stunden-Takt in den Klassen Mini, Small, Keel/Medium, Keel/Large, Keel/XL, Multi Hull Small, Multi Hull Large.

Leider hat am nächsten Morgen der Wind abgestellt und Armin hat nach etwa 2/3 der Strecke wie so viele andere abgebrochen. Nur 41 Boote haben das Ziel im vorgegebenen Zeitlimit erreicht. Der Beste mit 26 Stunden und der 41. mit 50 Stunden Segelzeit.

Am Sonntag war Crewwechsel und der Rückweg ging mit Richi über Fynshav und Maasholm.


Zum Herbstanfang begannen wir mit einem schönen Segeltag mit leichtem Wind und Sonne. Ordentlich viel Fährverkehr in der schmalen Rinne vor Ærøskøbing. In Fynshav haben wir eine interessante Bekanntschaft gemacht: Ein Däne, der im 24 Fuß Boot quer über die Nordsee in die Shetlands gesegelt war und nun mit einem 33 Fuß Aluschiff mit Familie im Mai, Juni und Juli nach Island will. Deshalb ist er jetzt und im Oktober und November nach kräftig am Üben und Kennenlernen des Bootes...
Nach Maasholm ging es tags darauf bei 5-7 bft ziemlich hoch am Wind. Wie man sieht läuft das Boot wie auf Schienen

Die letzte Etappe von Maasholm Richtung Kiel lief enorm! Wir hatten halben Wind, immer 4 - 5 bft, es gab aber auch ein paar Schauerböen mit 6-7. Wir fuhren mit zwei Reffs und kleinem Vorsegel.
Wir sind zeitweise konstant über 8 kn gefahren.  Vor der Eckernförder Bucht hatte es etwas Welle, wir haben beim Runterglitschen von der Welle 9,6 kn erreicht!

Wieder sehr zufrieden mit Fahreigenschaften und gefühlter Sicherheit.
Das war ein schöner Saisonabschluß.

August - und immer noch bestes Wetter

Die kurze Tour nach Marstal und Maasholm und zurück in der ersten Augustwoche war noch einmal traumhaft. Das Wetter war prima, der Wind eher etwas an der Untergrenze, aber noch OK.
Es ist definitiv noch Hochsaison, das übliche Gesuche nach einem Platz im überfüllten Hafen haben wir durch frühe Starts am Morgen umgangen, sodass wir entsprechend früh am jeweiligen Zielort ankamen.
Das gab auch Raum zum Angeln, wenn auch ohne Erfolg und zu einer Radtour nach Kappeln.