Try-Segel-Reff

Was machen wegen dem Sturm Segel?

Ein separates Try-Segel kaufen? Und ggf. Groß wegstauen und Try-Segel setzen? Zweite Keep anbringen, damit das Groß nicht weggestaut werden muss?

Die nun gewählte Lösung stammt von Skip Novak, der die Lösung vor Kap Horn demonstriert hat:
Video - Link

Er zeigt, dass das Setzen eines Try-Segels mehr als zwanzig Minuten erfordert, für kleine Crew erheblich mehr, und diese Zeit auch nur, wenn das Groß nicht weggepackt werden muss, weil eine zweite Keep f.d. Try-Segel vorhanden ist.

Skip Novak empfiehlt schlicht, ein viertes Reff in der Größe eines Try-Segels in das Großsegel zu nähen. Wegen des hohen Aufwands beim Setzen des Try-Segels

Vorläufig wird das Reff klassisch angeschlagen, es besteht jedoch die Möglichkeit, zwei Scheiben für einen weiteren Unterliekstrecker in den Baum einzubauen.




Ansegeln - Ein Sonntagsausflug nach Ærøskøbing

Zu Himmelfahrt kam Sohnemann Armin zum Ansegeln.
Bei teils heftigem Wind aus W war schnell klar, nach N und nach S geht es gut. Also beschlossen wir, einen Sonntagsausflug in die dänische Südsee zu machen.



Recht ruhige Überfahrt nach Maasholm, eine Wende etwas nördlich von Schleimünde, mit Motor bei einem kn Gegenstrom in die Schlei.

Einen schönen Plätz in der hintersten Reihe gefunden.




Leider ging am Freitag vor der Flensburger Förde der Wind aus, sodass wir mit Motorunterstützung Fynshav ansteuerten.

Fynshav: Sehr nett  - und sehr leer
Die 18 sm nach Ærøskøbing am Samstag gingen problemlos.Wir haben uns zunächst gewundert, auch hier eine gewisse Leere, und das obwohl ja ein langes Wochenende war...

Pano-Bild folgt bei besserer WLAN Verbindung

Aber offensichtlich hatten nicht nur wir den Wetterbericht studiert...
Sonntag wurde abgewettert. Teils hatten wir dollsten Sonnenschein (allerdings bitterkalt), dann wieder Hagel und Schlagböen (30 kn im Hafen gemessen), grade dass es gelang, einen Spaziergang zu machen.

An der Landzunge bei Ærøskøbing
Am Montag dann die Rückfahrt. Der Hammer. Zunächst teils mit Genua-Unterstützung bis Marstal, dann unter Segeln bis vor Langeland zur Wende, und ab hier -- der Wind hat sich genau an die Vorhersage gehalten -- zunächst auf Schleimünde, dann auf Damp, und schließlich per Anlieger und dann sogar mit halbem Wind zurück in die Kieler Förde - 47 sm in kaum acht Stunden.

Hier das neue Tenue


von vorn und von hinten ...

Die Saison 2015 kann kommen

Ha, endlich wieder im Wasser! Es war ein langer Winter.

Die Anreise hat schon Appetit gemacht

Einwassern ging problemlos

Die erste Fahrt der Saison: alleine zum Hafen...
Alles hat geklappt - wir sind wieder im Wasser!

Ausgewassert

Am 15. 10. ausgewassert. Mast ziehen, Auskranen und Transport ins Winterlager funktionierten problemlos.
Damit fand die Saison 2014 ihren endgültigen Abschluss.


Deck abkärchern

Auskranen

Unterwasserschiff abkärchern

Überbreiter Schwertransport
Schwenkkiel; Weiß markiert der Drehpunkt, rot der sichtbare Teil des Schwerts

Besuch in Svendborg bei der Silverrudder

Armin fährt die Silverrudder, Anne und ich fahren über Marstal nach Svendborg. So hat er vor und nach dem Rennen eine gemütliche Koje und wir können bei dem Aufriggen, Verproviatieren usw. bei der Vorbereitung helfen.


Diese Regatta ist schon ein ordentliches Spektakel,
200 Anmeldungen, plus Warteliste, letzendlich über 180 am Start, sehr beeindruckend.Gestartet wurde, beginnend um acht Uhr morgens im Halb-Stunden-Takt in den Klassen Mini, Small, Keel/Medium, Keel/Large, Keel/XL, Multi Hull Small, Multi Hull Large.

Leider hat am nächsten Morgen der Wind abgestellt und Armin hat nach etwa 2/3 der Strecke wie so viele andere abgebrochen. Nur 41 Boote haben das Ziel im vorgegebenen Zeitlimit erreicht. Der Beste mit 26 Stunden und der 41. mit 50 Stunden Segelzeit.

Am Sonntag war Crewwechsel und der Rückweg ging mit Richi über Fynshav und Maasholm.


Zum Herbstanfang begannen wir mit einem schönen Segeltag mit leichtem Wind und Sonne. Ordentlich viel Fährverkehr in der schmalen Rinne vor Ærøskøbing. In Fynshav haben wir eine interessante Bekanntschaft gemacht: Ein Däne, der im 24 Fuß Boot quer über die Nordsee in die Shetlands gesegelt war und nun mit einem 33 Fuß Aluschiff mit Familie im Mai, Juni und Juli nach Island will. Deshalb ist er jetzt und im Oktober und November nach kräftig am Üben und Kennenlernen des Bootes...
Nach Maasholm ging es tags darauf bei 5-7 bft ziemlich hoch am Wind. Wie man sieht läuft das Boot wie auf Schienen

Die letzte Etappe von Maasholm Richtung Kiel lief enorm! Wir hatten halben Wind, immer 4 - 5 bft, es gab aber auch ein paar Schauerböen mit 6-7. Wir fuhren mit zwei Reffs und kleinem Vorsegel.
Wir sind zeitweise konstant über 8 kn gefahren.  Vor der Eckernförder Bucht hatte es etwas Welle, wir haben beim Runterglitschen von der Welle 9,6 kn erreicht!

Wieder sehr zufrieden mit Fahreigenschaften und gefühlter Sicherheit.
Das war ein schöner Saisonabschluß.

August - und immer noch bestes Wetter

Die kurze Tour nach Marstal und Maasholm und zurück in der ersten Augustwoche war noch einmal traumhaft. Das Wetter war prima, der Wind eher etwas an der Untergrenze, aber noch OK.
Es ist definitiv noch Hochsaison, das übliche Gesuche nach einem Platz im überfüllten Hafen haben wir durch frühe Starts am Morgen umgangen, sodass wir entsprechend früh am jeweiligen Zielort ankamen.
Das gab auch Raum zum Angeln, wenn auch ohne Erfolg und zu einer Radtour nach Kappeln.

Dänische Südsee kurz vor der Hochsaison

Noch reichlich Platz in Marstal
Am 5.7. ging es bei leichten bis mäßigen SO bis SW Winden ziemlich stramm nach N gen Marstal. Während der Wind eine Mittagspause einlegte, musste uns der Motor für eine Stunde voranbringen.
Wie man sieht, hat es in Marstal noch genügend Platz.


Mann mit Hut
Tags darauf sind wir von Marstal über Schleimünde nach Søby, was wie Marstal ebenfalls auf Ærø liegt, gesegelt. Das ist zwar ein kleiner Umweg (2,5 mal weiter) war dafür aber ein toller Segeltag mit schönem Wind und viel Sonne. D. hat nen neuen Hut, sodass wir jetzt beide toll aussehen, ansonsten war Sonne satt. Um 22 Uhr ist es fast taghell und hat  noch 23 Grad.

Am dritten Tag sind wir nur 19 sm gesegelt. Eigentlich sollte es bei Westwind nach Norden, den Kleinen Belt hinauf gehen. Aber der Wind kam meist aus NW, sodass wir erst einmal in den Belt kreuzen mussten. Als der Wind dann auch noch drohte einzuschlafen, sind wir rechts weg auf die schöne Insel Lyø.
Der Ententeich von Lyø

Im Ort hat dieses Mal alles geöffnet, d.h. der Kobman und das Café. Und die Stimmung ist schön wie immer.
Nachdem es letzte Nacht und am Morgen etwas geregnet hatte, hat sich das Wetter ganz schön entwickelt. Wir sitzen im Cockpit, sonnen uns und verspeisen leckere Ravioli mit selbst gemachter Pilzsauce und Tomatensalat.

Auch im Lyø Havn noch Plätze frei


Schließlich haben uns noch die Dreimaster 'Loth Lorien' und 'Pipi Lotta' besucht.
Wie man im Vordergrund sieht, auch im Lyø Hafen noch einige Plätze frei.


Tag vier war gekennzeichnet durch das mehrfache Überqueren des Kleinen Belts. Was daran lag, dass auch heute der Wind nicht das gemacht hat, was wir ihm gesagt haben...
Wir sind, zwar mit großen Wendewinkeln, dafür aber mit großer Geschwindigkeit Schlag für Schlag unserem Ziel näher gekommen. So waren wir 30 sm später bereits um 15 Uhr in Assens. Sehr nettes Städtchen.
Heute Abend bleibt die Küche kalt wir geh'n in ... das Marinarestaurant, D. hat nämlich auf der Weinkarte einen ihm bekannten Chianti entdeckt. 

Am heutigen Morgen ist alles wie vorhergesagt, der nächtliche Regen läßt nach, das letzte Gewitter zieht um 09:30 durch, dann Sonne. Weshalb wir uns Rühreier mit Bacon machen und diese verzehren, während die letzten Gewitterböen mit kräftigen Schauern über uns hinweg ziehen. Dann los. Kaum aus dem Hafen gehen die Segel hoch und wir kreuzen wie gestern mehrfach über den Kleinen Belt, nur heute natürlich in der Gegenrichtung. Als wir uns dem Alssund nähern, wird der Wind deutlich stärker. Bei der Einfahrt in den Sund messen wir 7 bft und müssen feststellen, das es mit gemütlichem Ankern in der Dyvig Bucht nix wird. Auch den
Er brauchte ein Viertelstunde Pause
Alssund hinunter nach Sonderborg zu fahren, ist nicht sehr einladend, der Sund wirkt wie eine Düse und es scheint der gesamte Wind im Kleinen Belt hier heraus zu kommen. Also wird abgedreht und - genau, der Kleine Belt wieder ein paar Mal durchkreuzt. So kamen wir nach einem tollen Segeltag unter wolkenlosem blauem Himmel nach elf Stunden und 60 sm glücklich und zufrieden in Fynshav an. Auch hier alles entspannt und noch viel Platz.


Einfahrt in die Schlei
Tag sechs bringt uns zurück nach Deutschland, in der Schlei nach Maasholm. Was für ein Segeltag! Wir sind um zehn bei 22 Grad gestartet und haben um elf bei 25° schon nach Schatten hinter den Segeln gesucht. Der Wind kam teils mit 3, teils mit 4 bft aus N bis NO, sodass wir die Segel gleich nach dem Start gesetzt haben, ab dann keine Manöver mehr, nur noch Segel trimmen und direkt auf Schleimünde zu. Um 15 Uhr waren wir bereits in Maasholm fest. Was gut war, denn hier herrschte viel Betrieb, Maasholm ist der perfekte Zwischenstopp von und nach Dänemark. 
Auch Dreimaster suchten einen geschützten Ankerplatz in der Schlei.
Ausfahrt aus der Schlei



So wie die Armada abends in die Schlei einlief, fuhr sie am Morgen wieder aus.

Die 21 sm Rückfahrt waren nochmals sehr schön, blauer Himmel, ein vierer Wind, herrlich.





241 sm in 7 Tagen und viel gelernt. Eine tolle Segelwoche! Und eine perfekte Zeit, da noch nicht so viel los ist.