Schon lange bin ich Leser der Segelreporter. "Segeln ist cool, faszinierend, vielseitig. Segelreporter berichtet, erklärt, steckt an.", so die Eigenwerbung.
"Berichtet" klappt sehr gut, "erklärt" auch, "steckt an", naja, mal so mal so
Heute allerdings ist es einem der Segelreporter, Michael Kunst, gelungen anzustecken. Er war in Lorient zum Segelurlaub.
Nun muss man wissen, dass das ein Mekka des französischen Segelsports ist. Ich muss einräumen, ich kenne Lorient auch nur vom Hörensagen, aber ich war in Concarneau zum Probesegeln und in Les Sables zum Start der Vendée Globe 2012. Diese Orte haben ganz eigene Schwingungen.
Zitate Michael Kunst:
"Im Hafen von Lorient mangelt es vielleicht an anständigen Toiletten, aber niemals an anständigen Booten." Und wenn man gar mit seiner Kiste neben Legenden zu Liegen kommt und das mit "... gibt sich nur mit allerbester Gesellschaft zufrieden" kommentiert, macht das einfach Spaß beim Lesen.
Link zum Artikel, Michael Kunst
Kunstvoll zu schreiben ist eine Kunst
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LITTLE WING
am
9.9.15
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Die Zahlen der Sommerreise 2015
Schön war sie jedenfalls, unsere diesjährige Sommerreise. Und besonders schön war das tolle Wetter! Warm, trocken und windig, was will man mehr?
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| Der Track auf Google Earth |
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LITTLE WING
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8.9.15
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Und zurück
Leider wurde in der Nacht die Crew krank (Magen/Darm), sodass sie unten bleiben musste und nicht den strahlend blauen Himmel und die Sonne genießen konnte.
Wie sich herausstellte, hatten wir auch eine Stunde ab Burgtiefe bis unter die Brücke, Heiligenhafen wäre also kaum weiter gewesen.
| 4-5 bft, keine Wolke am Himmel |
Nicht der schönste Kurs bei Magen/Darminfekt, schließlich hatte es immerhin 1,5 m Seegang.
Da wäre halber Wind sicherlich besser gewesen. Aber, hoch nach Dänemark wollten wir ja nicht, sondern in die Kieler Förde.
Immerhin lief es mit 5-6 kn dahin, sodass wir zu vernünftiger ankamen.
| Der klägliche Versuch, die Wellenhöhe zu fotografieren... |
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LITTLE WING
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23.8.15
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Auf Fehmarn
Wir hatten einen tollen Ritt bei strahlendem Sonnenschein und vier bis fünf bft quer über die Mecklenburger Bucht auf den Fehmarnsund!
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LITTLE WING
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22.8.15
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Sommerreise 2015 nach Kopenhagen
Am Sonntag 9.8. haben Brigitta und ich mit Kopenhagen den nördlichsten und östlichsten Punkt unserer Sommerreise erreicht.
Angefangen hat alles mit einem dollen Mondaufgang in der Kieler Förde
Von hier ging es nach Langö auf Lolland,
| Extrem atouristisch (*nicht* zu verwechseln mit anti-touristisch) |
Femö auf Femö, Härbölle
| Walk zur Kirche |
und Klintholm auf Mön,
| Möns Klint - der Besuch ist ein Muss |
nach
| Möns Klint - von der See aus gesehen |
Rödvig auf Seeland. Soweit alles bei gemäßigten Winden, nur bei der Ansteuerung von Langö - wo sonst, wenn nicht da, wo nur ein schmaler Kanal durch viel Flachwasser geht - hat es deftig gebrettert.
Endlich war der Sommer auch hier im Norden angekommen und wir hatten bisher herrliches Wetter, so zog uns der Wind schließlich mit leichter Brise über die Köge Bucht nach Norden.
Vor Kopenhagen wie erwartet viel Verkehr, viele Sonntagsausflügler auf kleinen und großen, langsamen und schnellen Motorbooten, viele Segelboote dümpelnd oder unter Motor, einem Holzfloß von ca. 5x5 m, mit kleinem Außenborder, aber umso größeren Biervorräten.
| Einige fette Brummer |
Das Display ist bei Sonne mit Sonnenbrille einfach nicht zu abzulesen...
Selbstverständlich gab es in der Einfahrt zum Hafen die obligatorischen Kreuzfahrtschiffe (drei an der Zahl), dazu aber kein Bild, denn hast du einen Kreuzfahrer gesehen, haste alle gesehen.
Wir fanden einen wunderbar ruhigen Liegeplatz in der Trangraven Marina, einem Abzweig von Christianshavens Canal, direkt neben einem schönen Hausboot.
Der erste Erkundungsgang führte uns entlang Christianshavens Canal, zur Freisers Kirke mit dem charakteristischen Korkenzieherturm
Tags darauf folgte Kopenhagen per pedes in sechs Stunden. Bereits nach 10 Minuten hatten wir Christiania erreicht,
wohl nicht mehr ganz so dolle wie früher, aber immer noch gelten die drei Grundregeln:
- have fun
- don´t run, this produces panic
- don´t photograph, hash is still illegal
Dann ging es über den Hafen (der eigentlich ein gaaaanz langer Kanal ist, der die ganze Stadt durchzieht und effektiv zweiteilt) an die Börse (wieder mit Korkenzieherturm), die neue Bibliothek "Black Diamond"
| Hier lässt es sich studieren - zumindest an solchen Sommertagen |
Am Tivoli fanden wir ein Plakat für den jüngsten Enkelnachwuchs.
Komisch nur, dass er im Deutschen Michel heißt.
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| Die Stadt hat viele Brunnen ... |
| ... Pferde ... |
| ... eine Königin ... |
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| ... eine Meerjungfrau mit Game over ... |
| ... Kajakfahrer ... |
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| ... und es herrscht grade Sommer. |
Kopenhagen - Klintholm mit Erlebnissen
Die Wahl der Route war nicht allzu schwer. Will man auf der Ostseite dieser dänischen Inseln fahren, bleiben eigentlich nur die gleichen Stationen, wie auf dem Hochweg. Aber macht ja nix, waren allemal schön.Die eigentlich erste Entscheidung musste am Vorabend gefällt werden, die neue Zugbücke macht um sechs, sieben, neun und dann alle Stunde auf. Also um sechs aufstehen, beim Brückenwart die Ausfahrt anmelden und um Punkt sieben gingen die Leinen los und wir fuhren aus der Box und durch die Brücke. Zwei Minuten später dieses Bild:
Dann noch einen Blick auf die neue Oper,
und dann goss es in Strömen. Und zwei Stunden später kam die Sonne heraus.
Wind durchaus wechselhaft, sodass alle Segel in fast allen möglichen Kombinationen zum Einsatz kamen. Und auch der Motor. Dieser so gegen Ende, schon konnte man deutlich die Konturen von Möns Klint erkennen.
Da gab es noch eine traurige Begebenheit in unserer Nähe. Ein Mast einer 8 Meter Yacht war heruntergekommen
und wir änderten Kurs und 40 Minuten später sahen wir eine ältere Segelyacht. Eigentlich ganz schiffig und seefest.
Der Mast hing über die Reling nach hinten hinaus, ein Wust an Stahlseilen, Leinen und Segeltüchern über dem Boot verteilt. Ein junges Paar. Ihr schien die ganze Sonnenbräune aus dem Gesicht entflohen zu sein. Kein Wunder, es hätte alles viel böser ausgehen können.
Ihr Funkgerät sendete gerade noch ca. 100 Meter weit, da mit dem Mast natürlich auch die Antenne, die zweckmäßigerweise oben am Mast, am höchsten Punkt, angebracht ist, natürlich auch mit herunter gekommen war.
Sie konnten langsam fahren, aber waren manövrierbehindert mit einem Masttop, das bei jeder Welle abtauchte und große Teile des - immerhin aufgewickelten - Vorsegels badete, schneller als zwei, drei Knoten trauten sie sich nicht zu fahren, ganz geschweige von der Hafeneinfahrt.
Wir gaben schließlich Schlepphilfe. Also gut, die Last der Schleppleine auf vier Klampen verteilt, Brigitta die Schleppleine angenommen, in unsere Leinenkonstruktion eingebunden.
Nun ging es zweieinhab Stunden an den schönen Klippen von Mön enlang, um die Ecke und schließlich nach Westen Richtung Hafen.
Dann haben wir einen Plan gemacht, wie wir in den Hafen einfahren. Brigitta hat vorgeschlagen, den Hafenmeister von Klintholm anzurufen, um herauszufinden, wo man die Havaristen am Besten abstellen könnte.
Schließlich erhielten wir profesionelle Hilfe vom dänischen SAR.
Die Jungs kamen. Filmreif, mit full speed. drehten erst mal nen Vollkreis um uns um alles zu überblicken,
dann fuhren sie zwischen uns und den Havaristen, schnappten die Schleppleine, machten sie bei sich fest, schnitten sie vorn bei uns ab, wir waren frei, sie hatten das havarierte Boot am Haken.
Das alles dauerte kaum drei Minuten, Hut ab, das sind Profis.
Dann professioneller Schlepp - wir kamen kaum hinterher - in den Fischereihafen. Wir sind in den Sporthafen, nächstbeste Box und haben diesmal einen größeren Anlegeschluck als üblich getrunken.
Natürlich haben wir sie noch besucht, geklönt, eMail ausgetauscht und alles Gute gewünscht.
Und ach ja, Das Vorstag war unterhalb des Genuarollers abgerissen, offensichtlich Materialbruch durch Vorschaden oder Ermüdungsbruch, im Querschnitt des Bruchs viel rostige Fläche, wenig glänzendes Metall.
Klintholm - Gedser - Rerik
Wir fuhren
55 sm bis Langö
26 sm bis Femö
34 sm bis Härbölle
16 sm bis Klintholm
23 sm bis Rödvig und
33 sm bis Kopenhagen - Christianshavn
Track folgt demnächst.
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LITTLE WING
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16.8.15
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Labels: Kopenhagen
Wieder mal Dänische Südsee
Man stellt sich oft die Frage, wie oft man in die Dänische Südsee fahren kann, ohne schon bekannte Häfen erneut zu besichtigen.
Dies war zwar bei unserem Törn Mitte Juli gar nicht das erklärte Ziel, und so ging es auch - immer wieder gerne - zunächst nach Marstal.
Der Hafen war ziemlich voll, aber in Marstal findet man eigentlich immer noch einen Platz.
Anders sah es tags darauf in Lyö aus, wo wir um 15:15 eintrafen - und - keinen Platz mehr bekamen.
Wohl hätten wir uns irgendwo reinquetschen können, aber da hatten wir keine Lust drauf.
Also wieder raus aus dem Hafen und in der schönen Lyö-Bucht geankert. Wunderschöner Abend, leckeres Essen: Schinken mit Melone, dann Entrecôte, Kartoffel und Bohnen.
Und das Beiboot hat auch seine Jungfernfahrt hinter sich.
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LITTLE WING
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14.8.15
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Läuft trotz Spinnennetz
Die Kleine sollte auch wieder mal zum Zug kommen. Schließlich hat man sich ja auch nicht so richtig verabschiedet bevor die Neue kam. Außerdem steht die Sommerregatta und ein Partnerschaftsfest im Club an.
Die Kleine ist die kleine Schwester, auch eine Jeanneau, eine Sun Fast 20, mit der wir vor dem Upgrade einige Reisen unternommen haben (im Blog-Archiv alles in 2013 und früher). Nach wie vor ein schönes Boot:
Besagtes Spinnennetz wurde mit der neuen Handy-Linse herangezoomt. Bisschen Übung braucht es noch mit der Auswahl der Position für die Schärfentiefe, aber sonst ganz gut.
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LITTLE WING
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1.7.15
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